Willkommen in der Webstatt Zum Webstatt Blog und Stories
Thiemm Thiemm am 04.03.06 20:09

Wie werden sich Google, Amazon und Co. in Zukunft entwickeln?
Hier ein kleiner Vorgeschmack: *bitte klick mich*

Finde den Film echt gut gemacht ;)

netcup.de Warum gibt es hier Werbung?
danieL danieL am 04.03.06 20:29

Das ist ja mal geil. Hatte zwischendurch fast vergessen das es erst 2006 ist. Aber Googlezon.. Wer weiss was die Zukunft bringt. Aber ich denke Zeitungen (im analogen Stil -> gedruckt) werden nicht untergehen.

Barabbas Barabbas am 04.03.06 20:31

hey, da konnte man den blauen Himmel sehen, das habe ich in Realität schon seit Wochen nicht mehr.


*augen reib* Wirklich gut gemacht, mag das.

Zeronet Zeronet am 04.03.06 20:40

Nicht schlecht das Ganze .. aber meiner Meinung nach is der 'Untergang' der Zeitungen 2015 zu früh angesetzt, immerhin ist die Generation, die sich die Informationen eher aus dem Internet holt anstatt von Zeitungen ja jetzt noch ziemlich jung ..

moloch moloch am 04.03.06 20:40

wow. obergeil.. googlezone.com is leider schon verkauft ^^

Dustwolf Dustwolf am 04.03.06 21:06

Ich denke mal, dass man da einige sehr gute Prognosen heraus ziehen kann. Dass sich langsam einige global player zu Monopolisten entwickeln ist ja nichts neues. Aber in welcher Form, das sei dahingestellt.

Traurig aber wahr ist, dass mir bereits heute viele Zeitungen nichts neues mehr berichten können. Alles was ich morgens im Tagesblatt lesen kann, war schon am Vorabend auf ard.de und anderen Newsportalen gratis zu lesen. Ich erwarte also schon recht bald eine erste Ausdünnung unter den Print-Medien. 8)

der_nic der_nic am 04.03.06 22:07

das Ding ist crazy! und M$ geht unter =)

beme am 04.03.06 22:09

wow! geil sehr fazinierend !!!

bastey bastey am 04.03.06 22:28

Ich erspare uns allen Kommentare wie „Geiles Ding“. Lieber möchte ich wirklich darauf eingehen.
An brb möchte ich folgendes Richten: Ich hab erwartet, das du anbeißt und den ersten Tieferen Post bringst. Aber okay, dann darf ich es sein, der eine hundert seitige Diskussion beginnt über das, was uns der Film zeigte.

Was zeigte er uns? Reine Fiktion oder wirklich das, was wir erwarten müssen. Ich möchte an dieser stelle mal auf den JEx-Treme Blog verweisen: http://jex.z1.ath.cx/2005/12/05/jex-treme-aktien-gesellschaft-2030/


Ich stehe dem ganzen Kritisch gegenüber. Klar, ich bin mehr Netzmensch als viele andere aus meiner Unmittelbaren Umgebung. Aber der Ausblick auf alle Informationen zuzugreifen, die erfasst werden, ist doch erschreckend.

Es steht hier die Frage: Wieviel darf ich wissen?

Mit dem Organisieren, mit dem Ordnen und verstauen von Daten, wird auch immer ein Risiko verbunden. So wurde im Film gezeigt, das es möglich sein wird (könnte sollte dürfte hätte) den Inhalt direkt auf den Nutzer abzustimmen.

Im ersten Moment denkt man sich: Hey das ist toll. Doch sehe ich zwei negative Aspekte.

1) Das Risiko, die Informationen über einen selbst als Werbemittel oder auch ans Druckmittel zu missbrauchen und
2) Wie erfahre ich mehr, als das, was ich schon weiß?

Zu 1. kann ich nur auf die Diskussion verweisen, welche schon seit geraumer Zeit vom CCC geführt wird. Und das Thema wird ja, nicht zuletzt durch Microsoft, immer aktueller.

Natürlich wird nicht mir Vista sofort der Gläserne User kommen. Aber Vista, Hotmail etc, diese ganzen neuen Techniken von Microsoft sind kleine Schritte, die im Endeffekt in einem Informationsmonopol enden können

Zum 2. Punkt; der mir Philosophischer erscheint, möchte ich auch noch ein paar Sachen sagen.

Gegenwärtig ist das Internet für viele Menschen das Medium um Informationen über die vielen Dinge zu erlangen, die man benötigt. Aber sobald man Inhalt bekommt, der auf einen zugeschnitten ist, besteht doch eine gewisse Zensur. Eine Zensur im Sinne von „Der Spielt kein Tennis, der braucht keine Ergebnisse zu wissen“. Und wenn solches über Jahre hinweg, konsequent durchgeführt wird, so wird doch irgendwann der Punkt kommen, an dem die Information für den „Nicht-Tennisspieler“ einfach nicht mehr bereit gestellt werden muss. Nicht zuletzt auch aus Kostengründen. So wird einfach dem User der Zugriff auf Tennis verwehrt.

Könnte noch mehr schreiben, will aber nicht.

Brb, und nun kommst du!

Niklas Niklas am 05.03.06 11:53

Ich sehe gar keine andere Möglichkeit, dem ganzen kritisch gegenüberzustehen.
Und soweit ist dieses im Film gezeigte Szenario gar nicht mehr entfernt...
So werden mir bei meinen regelmäßigen Besuchen auf amazon & ebay Produkte vorgelegt, die für mich interessant seien. Und wieso das ganze? Weil der Mensch immer gläserner wird. Amazon & eBay zB haben doch ein genaues Kundenprofil von mir in ihren Banken und wissen es, auf mich anzuwenden.
Anderes, ziemlich realitätsnahes Beispiel: Habe mich vor zwei Wochen auf der Internetseite der NRZ (Neue Rhein Zeitung...) registriert, da ich den Bericht einer Freundin lesen wollte. Während der Registrierung musste man auch Telefonnummer angeben, ob man NRZ-Leser ist oder nicht und sonstiges. Da ich *kein NRZ-Leser bin, wurde ich also prompt 3 Tage nach der Registrierung von der NRZ angerufen und mir wurde ein Probeabo umworben.

Ich fand das ziemlich erschreckend, inwieweit wirklich schon unsere Gewohnheiten im alltäglichen Leben ausspioniert werden. Wem sich das nicht erschließt, sollte sich mal das Prinzip von Payback-Karten etc. anschauen...

Und damit geht natürlich auch eine gewisse Zensur mit ein, die einen schon einschränken und gefügig machen kann. Wie weit besteht also die Möglichkeit, durch perfekt initiierte und für mich perfekt platzierte Werbung mich zu manipulieren? Ich denke, soweit sind wir davon nicht mehr entfernt...

Gruß

Sheep Sheep am 05.03.06 13:24

Echt super Film. Eine im Moment glaubwürdige Illusion. Eine im Moment beängstigende Illusion.

icebreaker am 05.03.06 13:34

Netter Film. Aber ich weis nicht so recht was ihc davon halten soll?
Aber Googlezon. Wär ne coole sache ;)

Johannes am 05.03.06 13:40

Interessante Geschichte. Vor allen Dingen, weil Sie zuerst etwas zeigt, dass wirklich passiert ist und dann einfach so weiterspinnt, was noch passieren könnte und dies als bereits geschehen hinstellt.

Alles in allem glaube ich schon, dass der gläserne Bürger&Kunde näher rückt. Man sehe sich nur einmal den Funktionsumfang des in Deutschland verwendeten Maut-Systems der Firma TollCollect an. Das ist nicht nur auf LKW-Maut ausgelegt, sondern könnte auch Pkw-Bewegungen verfolgen, was allerdings nicht gemacht wird. Einerseits, da es keine PKW-Maut gibt und andererseits aus Datenschutzgründen.

Das widerum sehe ich unter anderem als einen Grund an, der solche Fiktionen etwas unwahrscheinlicher erscheinen lässt.

Was ein Monopol für Informationen angeht, so glaube ich, dass wir das -zumindest in Deutschland und Umgebung- noch nicht befürchten müssen. Erst kürzlich wollte der bekannte Springerverlag die Sendergrupee um ProSieben und Sat1 übernehmen, was vom Kartellamt verboten wurde. Und das ist - meiner Meinung nach - gut so. Wenn in der Bevölkerung eine Meinung publiziert werden sollte, müsste man einfach immer nur Nachrichten bringen, die dies fördern. Durch das Monopol, das in diesem Fall bestehen würde aus:
den Fernsehsendern (ProsiebenSat1)
kabel eins, N24, ProSieben, ProSiebenSat.1 Welt, Sat.1, 9Live
,den Zeitungen: (Axel Springer)
Bild, Bild am Sonntag, Die Welt, Welt Kompakt, Euro am Sonntag, Welt am Sonntag, Hamburger Abendblatt,Berliner Morgenpost, B.Z., B.Z. am Sonntag
,den Zeitschriften:
Audio Video Foto Bild, Auto Bild, Bild der Frau, Bild-Spezial, Bildwoche, Computer Bild, Computer Bild Spiele, Der Freund, Euro, Frau von Heute, Funk Uhr, Hörzu, Jolie, Mädchen, Markt und Mittelstand, Maxim, Metal Hammer, Musikexpress, Popcorn, Rolling Stone, Sport Bild, Starflash, TV Digital, TVneu, Yam!

Zur Information, das wäre nur der deutschsprachige Raum.
Wenn man sich das mal so ansieht und bemerkt, wo ein einziges Unternehmen seine Meinung überall verbreiten kann, dann dürfte man schon merken, dass der Film doch nicht so fiktiv ist.


Was die andere Seite des Films angeht, die auf den Benutzer abgestimmte Information, so denke ich, dass eine solche Entwicklung einzig und allein vom Benutzer abhängig und daher schwer vorhersehbar ist. Ich kannte jetzt das "friendster" nicht, das im Film vorgestellt wird, aber ich ich glaube nicht, dass die werberelevante (/kaufkräftige) Gruppe ihre sozialen Bindungen und Interessen im Internet speichert und veröffentlicht, sondern, dass das mehr für Kinder ist.
Und natürlich speichern Firmen Informationen, Wer bei ihnen Was kauft. Neu ist doch im Prinzip nur die Idee diese Informationen direkt auszuwerten und durch Statistik herauszufinden, was für den Kunden noch interessant ist.
Dass das auch bei Nachrichten funktioniert wage ich zu bezweifeln, da man z.B. bei Google News die Kategorien auswählen kann und dann meinetwegen den "Wirtschaftsteil" liest. Wenn jetzt 20 mal der Wirtschaftsteil dran war und Google nur Wirtschaftsinformationen liefert, dann wird der Benutzer Informationen zu anderen Themen suchen. Da aber dieser kleine Teil, sehr variabel ist und die Nachrichtenwelt unendlich groß müssen alle Informationen abrufbar sein, sonst sucht man halt woanders.


mfg

Barabbas Barabbas am 05.03.06 22:41

hm, ein paar interessante Aspekte wurden ja schon genannt, versuchen wir das mal fortzuspinnen.

1) Das beschriebene Szenario in dem Film per se ist nicht unrealistisch, es ist aber auch nicht "negativ" in dem Sinne. Es ist für uns nicht wünschenswert. Ich unterscheide das, weil ich denke, dass das Internet, wie wir es kennen und schätzen, von Anfang an genau derarige Entwicklungen umfasst hat: Professionalisierung und Liberalisierung. Diese beiden Aspekte stehen teilweise in Opposition zueinander, lassen sich aber auch nicht trennen.
Die "Informationsgesellschaft" ist der Rahmen, in dem das Internet möglich ist, würden wir nicht in einer Gesellschaft leben, auf die dieses Attribut passt, wäre das Internet auch nicht nützlich, bzw. nicht so populär. Oder, um anders zu argumentieren: Amazon als "online kaufhaus" hat sich seine Position nicht zuletzt durch das beschriebene Verknüpfen und Empfehlen von Daten / Produkten erworben, der Kunde hat dieses Verhalten in Bezug auf seine Daten also aktiv unterstützt, es gefördert. Ähnlich verhält es sich mit Google, das seine Popularität eigentlich ausschließlich der Gewichtung der Suchergebnisse verdankt, allein dadurch also, dass es hinter den Kulissen Daten auswertet, verwirft und priorisiert.

Ich denke, gerade das Beispiel macht deutlich, dass die Vorzüge des Internets und sein "Gefahrenpotenzial" im selben Punkt liegen.

2) Die eigentlich Frage scheint demnach die des Gleichgewichtes zu sein, wo fängt Komfort und weiterführende Technologie an, wo Bevormundung und Bedrohung?

Das ist der Punkt, der hier in der Diskussion bereits beleuchtet wurde und der sich durchaus kompliziert darstellt: Ein Kartelamt für das Internet halte ich für abwegig, zudem würde es nicht der Gefahr der Bevormund - z.B. durch Datenauswahl - begegnen.
Die "Mündigkeit" des Menschen erschöpft sich m.E. im Internet ohnehin darin, einen Anbieter seines Vertrauens aufzusuchen oder sich u.U. nicht auf einen Suchdienst zu verlassen. Ohne Datenvorauswahl ist das Internet nicht denkbar, das Problem lässt sich nicht einfach wegidealisieren.

Mittelfristig - und gegen das im Film gezeigte Szenario - hilft nur das Vertrauen auf den Wettbewerb, d.h. die zunehmende Verknüpfung von Daten aber eben nicht die Bildung von Monopolen. Ob man dieses Vertrauen haben kann, ist fraglich, zudem ist wäre es mehr als naiv, sich auf die Mechanismen zu verlassen, die das Problem auf eine gewisse Art erst hervorgebracht haben.

3) Das im Film beschriebene Szenario ist sehr "wage", es wird nur angedeutet, dass sich irgendwie jeder im Netz prostituiert und aus Darstellungseifer jedes Mittel nutzt, um "seine Geschichte" weltweit zu verbreiten. In diesem Punkt zumindest ist der Film unrealistisch, die meisten "erfahrenen" Internetbenutzer legen schon heute Wert auf eine gewisse Anonymität, eine gewisse Anzahl von Nicknamen, eMail- Adressen und Homepages ist durchaus üblich.

4) "Der gläserne Bürger" ist m.E. noch nicht in Sicht solange die Verknüpfung von Daten nicht bis ins "reale Leben" hineinreicht. Selbst wenn Amazon meine "Vorlieben" kennt, ist es ein virtuelles Profil und es ist momentan nicht absehbar, dass mir tatsächlich Produkte vorenthalten werden.
Das Beispiel der Nachrichten, das Sebastian brachte, ist da viel naheliegender, aber hier würde ich einwenden, dass es eher eine Übertragung des Ausleseverfahrens klassicher Medien auf das Internet ist. Otto Normal liest evtl. eine Zeitung, nehmen wir die "Süddeutsche", ich halte es für unrealistisch zu behaupten, dass die Google- News irgendwann thematisch noch eingeschränkter als eine einzelne Zeitung sein werden.


ich denke, es gäbe noch viel zu dem Thema zu sagen, aber es ist jetzt eigentlich von viel zu viel von meiner Seite...

brb

crooked am 19.04.06 15:40

unglaublich aber das video ist was lang :D

Dustwolf Dustwolf am 19.04.06 16:46

So unglaublich ist das gar nicht... Es gibt da wesentlich längere Videos... =)

BNightSpeeder am 19.04.06 16:59

Also Googlezon, naja könnte passieren.

Gedruckte Zeitungen, ende 2015???
Das könnte sein, immerhin gibt es jetzt schon geräte wo man Zweitungen drauf abrufen kann, aber Magazine, also soetwas wie "GEO" oder "ComputerBILD" oder "C't" usw. wird es bestimmt geben.
Aber BILD oder anderes wird schneller "untergehen".

nuit nuit am 16.03.08 03:00

http://media.aperto.de/google_epic2015_de.html

Ist das wirklich die Zukunft.....es ist sehr beängstigend....wahrscheinlich wird es irgendwann darauf hinauslaufen, und ich denke, es wird ncihtmal mehr bis 2015 dauern.....guuut zusammenschluss von google und amazon ^^ mal schaun, aber live überwachung mit gps (podcasting?) und so weiter

fish fish am 16.03.08 12:32

ääh.. jah...
meiner meinung nach wird übersehen, dass es dafür immer 2 parteien braucht: die firmen, den ganzen käse prorgammieren bzw zur verfügung stellen, und die leute die das konsumieren...
ich habe da so meine zweifel daran, dass es so kommen könnte.
klar gibt es eine große menge von menschen sowas zu nutzen bereit wären, allerdings glaube ich dass die anzahl derer, die diesen contentbrei nicht nutzen könnén oder wollen um ein vielfaches größer ist...

mycorner mycorner am 16.03.08 19:31

reisserisch und oberflächlich mit der Nachricht "Google ist böse"

naja find das Filmchen etwas lächerlich
(gibts übrigens schon seit 2 jahren oder so ...)

fish fish am 16.03.08 19:52

was ich ganz gut finde, ist dass diese filmchen (es gibt ja mehrere in dieser art) mal zum danken anreggen darüber wie man mit seinen persönlichen daten umgebt und wem man sie zu verfügung stellt. aber der film an sich ist jetzt nicht so der hit, sowohl von der aussage als auch vom technischen her...

Creative Commons Lizenzvertrag
Alle Inhalte des Webstatt-Archivs stehen unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.

Impressum & Kontakt