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Dustwolf Dustwolf am 03.03.06 17:41

Dann möchte ich doch mal das Subforum hier eröffnen, indem ich mal so frei bin, hier den ersten Beitrag zu schreiben.

Ich hoffe, dass Brb das nicht für sich beansprucht hat, sonst kann er aber gerne diesen Post unauffällig ins Datennirvana schicken.

Hiermit eröffne ich dann auch mal das Gespräch über die neuen Änderungen der Rechtschreibreform, zumindest in NRW. Das zieht sich doch alles noch Jahre und letzten Endes gibt es Jahrgänge die irgendwann komplett neben der Bahn sind. Die Leute schreiben dann, wie immer sie auch glauben, dass es richtig ist.
Darf es soetwas überhaupt geben? Sonst nimmt man es hier doch auch immer so genau, aber wenn es um einfache Worte und deren Schreibweise geht, dann dauert das ewig und die Leute bleiben lange im Dunkel des Rechtschreibdschungels...

Eure Meinung interessiert.

(Bin mal gespannt, wo die Diskussion enden wird und wie weit wir vom Thema abkommen.)

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Erdo am 03.03.06 17:45

Ich hatte nie Probleme mit der aktuellen Rechtschreibung, eher mit der davor. Bei der Mehrheit war das allerdings genau umgekehrt. :(

Was ist denn jetzt wieder alles geändert worden? Lernt man das noch in der Oberstufe? ?(

Scraper Scraper am 03.03.06 17:59

Gehört NRW nicht zu den Ländern, welche die Rechtschreibreform nach dem Beispiel Bayerns bis jetzt sowieso boykottierten?
Ich kann nur sagen, dass es für Schüler wie für Lehrer vollkommen unterschiedlich ist. Ich bin beispielsweise sehr stark betroffen, da ich meine Sprache und meinen Schreibstil schon sehr früh ausbildete, und mir Worte und ihre Schreibweise sehr genau einprägte. Diktate schrieb ich grundsätzlich mit 0 Fehlern, und Aufsätze hatten bei mir höchstens Komma-Fehler.

Mittlerweile hapert es bei mir vor allem an der Zusammen- und Getrenntschreibung und an der Groß- und Kleinschreibung. Da sind Wortvergewaltigungen vorgenommen worden, die meiner Meinung nach unerklärlich sind. Unser Deutschlehrer, seines Zeichens Dr. beantwortet alle Rechtschreibfragen grundsätzlich nur noch mit einem Verweis auf den Duden, mein Ethiklehrer nimmt die FAZ als Vorbild und schreibt grundsätzlich in der alten Rechtschreibung.

Naja, mal gucken, was als nächstes kommt... X(

Sven Sven am 03.03.06 18:01

Schon die letzte Reform hat Verwirrung gestiftet. Sollte wieder eine drohen, hoffe ich einfach auf den Widerstand der Lehrer.

Erdo am 03.03.06 18:02

Jeder schreibt echt so, wie er will. Zum Glück weiß man aber immer, was gemeint ist.
Ich verstehe auch nicht, was sich die Wortentwickler von den Reformen versprechen.

Ps: Wie muss ich denn jetzt Wortentwickler schreiben? Zusammen? Auseinander? Mit Bindestrich? Und wie schreibe ich nun aus-ein-an-der? :evil:

Afterlame Afterlame am 03.03.06 18:10

Ich finde es schwachsinnig die Rechtschreibung wieder mal zu ändern.
Der erste Wechsel war schwer genug, da ich zu dieser Zeit in der Grundschule war und wir von Dikatat zu Diktat abwechselnd die neue und alte Rechtschreibung nutzen mussten.

Wenn die Rechtschreibung schon geändert werden muss, dann soll mans mal ganz drastisch machen und unnützen kram wie das ß ganz rausschmeißen. ;)

Also um das zusammenzufassen:
Ich halte nichts von weiteren Änderungen.

Scraper Scraper am 03.03.06 18:15

Quote
Original von Afterlame
Wenn die Rechtschreibung schon geändert werden muss, dann soll mans mal ganz drastisch machen und unnützen kram wie das ß ganz rausschmeißen. ;)


Da würd ich weinen :) Ich mag das ß, ich mag auch unsere Umlaute, und ich will nicht, dass die der Globalisierung zum Opfer fallen, damit der Weg frei ist für die Weltsprache Englisch oder son Mist. Ich hätte die Sprache einfach so gelassen.

Wobei, es gab schon ein paar logische Verbesserungen, aber insgesamt war es Mist ;)

Sven Sven am 03.03.06 18:23

Quote
Original von Afterlame
Wenn die Rechtschreibung schon geändert werden muss, dann soll mans mal ganz drastisch machen und unnützen kram wie das ß ganz rausschmeißen. ;)


NEIN! Das würde das ganze noch schlimmer machen. Denk doch nur an Wortunterscheidungen wie "Busse" und "Buße".

Afterlame Afterlame am 03.03.06 18:27

Dan nennt man Busse eben nur noch Buse. ;)
War eigentlich auch nicht so ganz ernst gemeint.

Aber für mich stellt sich jetzt die Frage warum die Rechtschreibung geändert werden soll.
Jetzt wo die meisten sich daran gewöhnt haben will man sie wieder umwerfen?
Für mich wirkt das so, als hätte das Kultusminesterium langeweile.

web4 am 03.03.06 18:29

ich wäre dafür, dass man alle wörter klein schreibt...sprich, wie im englischen... es soll ein paar ausnahmen geben...das würde 1. aufwand von schülern ersparen und 2. ist es einfach und schneller um zu schreiben.

wenn man sich überlegt, was bringt die gross - kleinschreibung überhaupt? ich finde keine plausible antwort..
gruss
web4

Afterlame Afterlame am 03.03.06 18:32

Stimmt!
Das wär wirklich mal ein Sinnvoller Eingriff.
Außerdem ist das nun wirklich nicht schwer zu lernen.
Und das Lernen von Deutsch wäre damit ungemein leichter.

Scraper Scraper am 03.03.06 18:35

Hm, wollt ihr wirklich so leichtfertig die Errungenschaften von mehr als 1000 Jahren Entwicklung der Deutschen Sprache aufgeben? Ich bin ehrlich gesagt stolz darauf, dass wir eine so schöne und anspruchsvolle Sprache haben.

Der durchschnittliche Engländer, bzw noch viel schlimmer der durchschnittliche Amerikaner, drückt sich mit viel simpleren Sätzen und viel simpleren Worten aus. Im Englischen kann man alles tun und machen. Mehr braucht man nicht. Da reichen über den Daumen 500 Wörter, damit du dich ordentlich verständigen kannst. Ist doch für Schwachmaten, oder?

Rene Rene am 03.03.06 19:18

Die Idee an sich die deutsche Sprache zu vereinfachen ohne die kulturellen Besonderheiten anzutasten war schon ein guter Gedanke...vor 10 Jahren bereits. Bloß die Umsetzung bzw. die Art und Weise der Aufklärung über die Reform ging doch voll in die Hose. Laufend hat man in den letzten Jahren die Veränderungen an der Rechtschreibung und Zeichensetzung vereinzelt wahrgenommen und über deren Sinn gerätselt. Nun hört wieder über eine Reform der Rechtschreibreform und wieder wird man von neuen Regelungen zugemüllt. Gerade bei der Zusammen- und Getrenntschreibung bezweifle ich, dass es durch die Reform einfacher für Ausländer wird, diese Regel zu verinnerlichen.

Ob man's nun gut findet oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Ich halte es aber für unverantwortlich (gerade von Presse-Institutionen) die Veränderung zu ignorieren und somit den Bürger noch mehr zu verunsichern. So würde man zum Beispiel in 2 verschiedenen Zeitungen 2 verschiedene Schreibformen finden.

René

Barabbas Barabbas am 03.03.06 19:32

Ich denke, es ist kaum bestreitbar, dass Groß- und Kleinschreibung massive Lesehilfen darstellen, gerade weil das Deutsche sehr stark variierbar ist und viele Verben auch als Substantive auftreten können.
Zudem wäre die Kleinschreibung "Kulturbanausismus" ;), es ist doch schön eine Sprache zu sprechen, die mehr als das unbedingt notwendige Inventar mitbringt.

Weiterhin kann ich mir nicht vorstellen, dass es wirklich so schwer ist, die Regeln der Groß- und Kleinschreibung zu erlernen, auch wenn ich selbst vll. mal den einen oder anderen Fehler einschmuggel. Substantive, Substantivierungen und Eigennamen kann man doch auch als nicht- Muttersprachler unterscheiden und damit dürfte ein recht großer Teil der Großschreibungen abgedeckt sein.

Was die Rechtschreibreform angeht: Ich mag sie nicht, halte sie für aberwitzig. Das nun Teile der Reform rückgängig gemacht worden sind, mag zwar auf Otto Normal etwas lachhaft wirken, die retro- Reform ist aber durchaus berechtigt, gerade wenn man an Getrennt- und Zusammenschreibungen denkt.

lg Brb

Dustwolf Dustwolf am 03.03.06 23:40

Ich halte das teilweise für recht seltsam. In meinen Augen sind Sprachen etwas lebendiges und der heutige Trend (war in dem Sinne wohl nie anders) ist nunmal das Motto "Take it easy!". Also sollte man es leicht nehmen und sich auch die Sprache erleichtern. Das bedeutet nun nicht, dass man einfach wild alles klein schreiben soll.

Nein, es geht mir viel mehr darum, dass es in meinen Augen legitim ist, wenn man Flussschifffahrt mit 3 s und 3 f schreibt. Wer richtig aufgepasst hat, wird merken, dass auch dabei nun ein Fehler war, ich hätte die Dreien (oder Drein???) ausschreiben müssen.
Ich denke, dass die deutsche Sprache schon so ihre Tücken hat, da kann man zumindest bei der Schreibweise logisch vorgehen.

Früher habe ich einmal viel besser geschrieben, als ich es derzeit zu Stande bringe. Das liegt hauptsächlich an drei Aspekten:
In der Schule schreibt man immer nur Analysen, anstatt freier Texte, die sich aus sich selbst heraus entwickeln. Letzten Endes sind alle Analysen gleich: Man benutzt immer dieselben Floskeln und die selben Satzkonstruktionen, allerdings braucht man sowas nach dem Abitur nur noch, wenn man Deutsch bzw. Germanistik studiert. Oder wenn man einen auf Hobby-Goethe macht...
Aspekt zwei war dann die Rechtschreibreform, die sich ja in diverse Phasen aufsplittet und durchaus ständig verändert oder verschiebt.
Außerdem stehe ich unter dem starken Einfluss NRWs, bzw. Ostwestfalens.... Wer uns hier kennt, der weiss auch, dass (Ost)Westfalen die Ruhe selbst sind und gerne bäuerlich faul sind. Schlägt sich in diversen sprachlichen Formen wieder. Da werden Endbuchstaben, Zwischenvokale oder ganze Wörter ausgelassen. "Wie bist du hergekommen?" "Mit Bus."
Beim Lesen sträuben sich einem da die Haar, allerdings hat sich das verbal so entwickelt:
Mit dem Bus.
Mit 'em Bus.
Mit 'm Bus.
Mit Bus.
Das ist nur ein schlichtes Beispiel, man schafft es nach dem Prinzip selbst eledig lange Sätze unter verstärktem Einsatz von ' stark zu kürzen.
Verständlich, dass sich soetwas über Kurz oder Lang im Schriftstil niederlegt. 8)

jejay am 03.03.06 23:57

Quote
Original von Dustwolf
Ich halte das teilweise für recht seltsam. In meinen Augen sind Sprachen etwas lebendiges und der heutige Trend (war in dem Sinne wohl nie anders) ist nunmal das Motto "Take it easy!". Also sollte man es leicht nehmen und sich auch die Sprache erleichtern. Das bedeutet nun nicht, dass man einfach wild alles klein schreiben soll.

Nein, es geht mir viel mehr darum, dass es in meinen Augen legitim ist, wenn man Flussschifffahrt mit 3 s und 3 f schreibt. Wer richtig aufgepasst hat, wird merken, dass auch dabei nun ein Fehler war, ich hätte die Dreien (oder Drein???) ausschreiben müssen.
Ich denke, dass die deutsche Sprache schon so ihre Tücken hat, da kann man zumindest bei der Schreibweise logisch vorgehen.

Früher habe ich einmal viel besser geschrieben, als ich es derzeit zu Stande bringe. Das liegt hauptsächlich an drei Aspekten:
In der Schule schreibt man immer nur Analysen, anstatt freier Texte, die sich aus sich selbst heraus entwickeln. Letzten Endes sind alle Analysen gleich: Man benutzt immer dieselben Floskeln und die selben Satzkonstruktionen, allerdings braucht man sowas nach dem Abitur nur noch, wenn man Deutsch bzw. Germanistik studiert. Oder wenn man einen auf Hobby-Goethe macht...
Aspekt zwei war dann die Rechtschreibreform, die sich ja in diverse Phasen aufsplittet und durchaus ständig verändert oder verschiebt.
Außerdem stehe ich unter dem starken Einfluss NRWs, bzw. Ostwestfalens.... Wer uns hier kennt, der weiss auch, dass (Ost)Westfalen die Ruhe selbst sind und gerne bäuerlich faul sind. Schlägt sich in diversen sprachlichen Formen wieder. Da werden Endbuchstaben, Zwischenvokale oder ganze Wörter ausgelassen. "Wie bist du hergekommen?" "Mit Bus."
Beim Lesen sträuben sich einem da die Haar, allerdings hat sich das verbal so entwickelt:
Mit dem Bus.
Mit 'em Bus.
Mit 'm Bus.
Mit Bus.
Das ist nur ein schlichtes Beispiel, man schafft es nach dem Prinzip selbst eledig lange Sätze unter verstärktem Einsatz von ' stark zu kürzen.
Verständlich, dass sich soetwas über Kurz oder Lang im Schriftstil niederlegt. 8)

Also ich weiß nicht wo du wohnst (bzw doch weiß ich, bringt mir aber genauso wenig) aber wenn du hier im goldenen Braunschweig "Mit Bus" sagst, dann gucken dich sogar die [Gruppe mit schlechter Gramatik bitte hier einsetzten] schief an ;) Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod....

€: Das sollte jetzt nicht Ausländerfeindlich sein... Hab das mal geändert...

Solche Gramatik Macken sind nur lokalen abregelbar. Wenn der eine im Norden a sagt, sagt der andere im Süden b. (Wenn irgendein Affe jetzt vor sich hin das Alphabet auf sagt, um den Satz zu verfollständigen, dann möge man bitte aufklären, das es nur ein Sinnbild war)

bastey bastey am 04.03.06 00:08

Sie ist gut zu Vögeln.
Sie ist gut zu vögeln.

jejay am 04.03.06 00:12

Quote
Original von Dionysos
Sie ist gut zu Vögeln.
Sie ist gut zu vögeln.

Beides Gramatikalisch korrekt. Unterschied ist hier wohl eher im Sinn.
Sie ist gut zu Vögeln. -> Sie hat eine Zuneigung zu nicht-säugern mit Flügeln.
Sie ist gut zu vögeln. -> Man kann gut eine bestimmte tätigkeit mit ihr ausführen, die ich hier nicht weiter erleutern möchte ;)

Dustwolf Dustwolf am 04.03.06 00:14

Das ist es ja eben. Schreiben würde das hier auch keiner. Aber aus reiner Faulheit wird es verbal so praktiziert. Durch die Theater AG hält sich das bei mir noch in Grenzen, aber trotzdem.

Hier schaut dich auch keiner doof an, das hört sich hier ganz normal an. Als Hannoveraner (denen man ja mit die "sauberste" Aussprache zuspricht) könnte das sogar als ein Wort aufgefasst werden. ;)

Kannst du wird hier auch zu kannste, was ja aber auch in vielen Chats sehr verbreitet ist. Also das sind jetzt nicht immer solche schweren gr. Fehler, aber sowas kommt hier vor.


Am besten sind die Dreher bei e und ä, d und t, sowie a und r.

Herr Wirt, geben Sie mir bitte ein neues Glas.
Wird bei uns so gesprochen:
Härr Wird, geben Sie mia bitde ein neues Glas.
Natürlich nicht so ausgerpägt wie es da jetzt steht, aber rein vom klang der Aussprache orierntieren sich viele Buchstaben hier an anderen Buchstaben.

"Wer nichts wird, wird Wirt."
Da kann man hier bei den einzelnen wird und Wirt keinen unterschied hören, dennoch weiß jeder, was gemeint ist. :D

jejay am 04.03.06 00:27

Quote
Original von Dustwolf
Das ist es ja eben. Schreiben würde das hier auch keiner. Aber aus reiner Faulheit wird es verbal so praktiziert. Durch die Theater AG hält sich das bei mir noch in Grenzen, aber trotzdem.

Hier schaut dich auch keiner doof an, das hört sich hier ganz normal an. Als Hannoveraner (denen man ja mit die "sauberste" Aussprache zuspricht) könnte das sogar als ein Wort aufgefasst werden. ;)

Kannst du wird hier auch zu kannste, was ja aber auch in vielen Chats sehr verbreitet ist. Also das sind jetzt nicht immer solche schweren gr. Fehler, aber sowas kommt hier vor.


Am besten sind die Dreher bei e und ä, d und t, sowie a und r.

Herr Wirt, geben Sie mir bitte ein neues Glas.
Wird bei uns so gesprochen:
Härr Wird, geben Sie mia bitde ein neues Glas.
Natürlich nicht so ausgerpägt wie es da jetzt steht, aber rein vom klang der Aussprache orierntieren sich viele Buchstaben hier an anderen Buchstaben.

"Wer nichts wird, wird Wirt."
Da kann man hier bei den einzelnen wird und Wirt keinen unterschied hören, dennoch weiß jeder, was gemeint ist. :D

Es ist nunmal Tatsache das D und T mehr gemeinsamm haben als A und S.
Aber einen Unterschied spreche ich trotzdem, denn das bei "Wirt" wird das
i länger ausgesprochen als bei "wird". So spreche ich es zu mindestens.

Dustwolf Dustwolf am 04.03.06 00:47

Stimmt, so sollte es sein. Aber das sieht man hier nicht so genau. ;-)

Ich muss natürlich dazu sagen, dass wir hier wirklich auf dem Land leben. Das könnte man fast schon Pampa nennen. Hier gibt es Dörfer, wo mehr Schafe als Menschen leben... ;)

Rene Rene am 04.03.06 02:20

Muss es sein, dass man (jejay) den gesamten Beitrag zitiert, obwohl man sich nur auf eine Zeile bezieht? Gerade im Philosofa, wo die Beiträge i. d. R. recht lang sind, ist das nicht sehr übersichtlich. Also bitte demnächst Zitate auf das Wesentliche kürzen. Im Usenet wird man für sowas immer in den Boden geflamed ^^ Danke.

René

Sheep Sheep am 04.03.06 02:50

Habe jetzt ehrlichgesagt die vorigen Posts nur teilweise überflogen, schreib aber einfach mal meinen Beitrag zu dem Thema ^^

Da jetzt einige so schreiben wie sie wollen und sich durch andere darin bestärkt fühlen, liegt wohl daran, dass die Leute, die die alte Rechtschreibung gelernt haben, nicht bereit sind, etwas neues zu lernen. Teilweise plausibel. Die Rechtschreibreform ist in manchen Punkten inkonsequent, hat einige Sonderreglungen. Es zeugt deshalb also von geistigem Aufwand, sich die neue Regelung zu verinnerlichen.
In den meisten Schulen wurde soweit ich weiß gleich nach Veröffentlichung der Reform die neue Rechtschreibung gelehrt - mit Übergangsphase in denen die "alten" Wörter nicht als Fehler angesehen wurden. Dies geschah etwa ab 1996, es sind bisher also 10 Jahrgänge mit den neuen Schreibweisen großgeworden.
Keiner der beiden Parteien will umlernen, erachtet die gelernte Rechtschreibung als "richtig".
Daraus schließe ich das derzeitige Debakel aus der Inflexibilität und Lernfaulheit der "Alten", Schüler müssen ja eh hinnehmen was kommt. Diese begründet sich aus der Inkonsequenz der Reform und auch der weiteren Duldung der altgewohnten Weise zu schreiben, wie das z. B. in Mediengrößen wie der FAZ der Fall ist.

Scraper Scraper am 04.03.06 03:21

Ein Wort zur Diskussion Umgangssprache:
Das lässt sich doch nicht mit neuer Rechtschreibung vergleichen. Jeder spricht, wie ihm die Schnauze gewachsen ist. Ich hatte mal eine Freundin aus Mannheim (oder Mannem). Bis ich mich an diese grausige Aussprache gewöhnt hatte, dass grenzte schon an die Schwierigkeiten der Völkerverständigung ;)
Und Sätze wie "Gehen wir Kino heute?" führe ich zumindest in unseren hessischen Breiten auf die Jugendsprache zurück. "Was machst du?" - "Ich geh Kino, du?" - "Geht, mal sehen, vielleicht auch!" Typische Konversation...

Trotzdem käme hier wohl keiner auf die Idee, seine Schriftsprache seiner Umgangssprache anzupassen.

Zeronet Zeronet am 04.03.06 03:26

Quote
Original von Scraper
Trotzdem käme hier wohl keiner auf die Idee, seine Schriftsprache seiner Umgangssprache anzupassen.

Liegt evt. daran (zumindest meiner Erfahrung nach) das die Deutschen bis auf wenige (löbliche) Ausnahmen auch diese "Kurzsätze" hochdeusch aussprechen. In der Schweiz bzw. hier in Österreich werden (private) Texte fast ausschließlich der Umgangssprache angepasst.

jonsen jonsen am 04.03.06 08:46

Da hast du Recht gibt wohl kaum einen, der genauso spricht wie er es im web schreibt...
Ich hatte bisher eigtl mit den Rechtschreibungsreformen nicht so das Problem, finde es aber trotzdem sehr bescheuert, dass die dort alle 3 Monate wieder etwas ändern. Kriege davon meist aber nicht soo viel mit :D Mit der neuen Rechtschreibung hatte ich sowieso nie Probleme, da es die erst gab, als ich in der 2. war oder sowas. Aber ein paar Politiker wollten tatsächlich wieder die Alte einführen, ich denke damit hätten alle aus unserem Jahrgang Probleme. Weil wir die angrenzend 0 kennen...
@Zeronet, Moloch: Wie siehts denn bei euch aus, gabs auch dort ne Rechtschreibreform? Und wird diese auch ziemlich oft geändert?

Dustwolf Dustwolf am 04.03.06 14:09

Quote
Original von Scraper
Trotzdem käme hier wohl keiner auf die Idee, seine Schriftsprache seiner Umgangssprache anzupassen.


Das nicht, abr diese unsaubere und kürzende Schreibweise (auf die einzelnen Wörter bezogen, nciht das Auslassen ganzer Wörter) führt schnell dazu, dass man sich an die Wörter gewöhnt hat. Jemand der sauber spricht, der kann viele Wörter schreiben, wie er sie spricht. Wenn du hier und da aber Buchstaben gleich sprichst, oder welche rausstreichst, dann musst du teilweise lange über die banalsten Sachen nachdenken.

Zeronet Zeronet am 04.03.06 17:37

Quote
Original von jonsen
@Zeronet, Moloch: Wie siehts denn bei euch aus, gabs auch dort ne Rechtschreibreform? Und wird diese auch ziemlich oft geändert?

Geben tuts sie natürlich auch, von Änderungen bekomm ich allerdings irgendwie nix mit ..
Am Anfang waren auch einige Zeitungen etc. dagegen und wollten zur Alten zurückkehren, aber durchgezogen hats dann doch keine denk ich. Aber solang das Thema nicht grad irgendwie wieder in den Medien is interessierts hier auch niemand, es wird so gschriebn wie mas halt glaub das richtig is *g*

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